Sanierung Stadtkirche Schwabach

Ablauf der Sanierung der Schwabacher Stadtkirche

Die Stadtkirche wird in fünf Phasen saniert:

 

Im ersten Bauabschnitt wurde 2010/2011 der Turm komplett saniert. Im Zweiten (2011/2012) werden viele Arbeiten am Chorraum, dem Kirchendach darüber und an der Rosenberger Kapelle erledigt. Der dritte Bauabschnitt (2012/2013) umfasst die Kirchenschiffe vom Ostchor bis zur Orgelempore, der Vierte (2013/14) den Innenraum daneben und den Westgiebel. Danach wird der Innenraum von der Kirchengemeinde St. Martin/St. Johannes behutsam nach einem neuen Konzept zeitgemäß ausgestaltet.

Erster Bauabschnitt

Zweiter Bauabschnitt

Dritter Bauabschnitt

Vierter Bauabschnitt

Fünfter Bauabschnitt

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt begannen im April 2010 und wurden im Mai 2011 abgeschlossen. Ein Ausschnitt aus der langen Liste der Dinge, die im Rahmen der Wiederherstellung erledigt wurden:

Der Turm ist jetzt komplett saniert. Der Glockenstuhl wurde ergänzt, frühere Veränderungen teils zurückgebaut, die Konstruktion statisch so berechnet und verändert, dass sie dem Gewicht der Glocken angepasst ist. Das Geläut wurde von Glockentonspezialisten neu aufeiander abgestimmt, es kann wieder ohne die Gefahr von Schäden für die Bausubstanz erklingen. Die Fenstersparren in diesem Bereich wurden so überarbeitet, dass im Winter kein Schnee mehr in den Turm geblasen wird. Die Turmhaube steht auf neuen Balken aus  Eichenholz, die stark geschädigte Holzteile ersetzen. Hier konnte altes, abgelagertes (gebrauchtes) Holz aus der Bauzeit des Turms eingesetzt werden. Spannungsrisse und Verwindungen in der Basis der Turmhaube können so vermieden werden.

Die innenliegende Treppe ist nun teilweise neu und gefahrfrei begehbar, der Umgang um die Türmerstube saniert und das alte Geländer wiederaufgearbeitet, die Türmerstube ist wieder nutzbar, die gesamte Elektrik entspricht dem heute üblichen Standard.

Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt umfassten vor allem die Sanierung des Ostteils der Schwabacher Stadtkirche. Alle Kunstgegenstände, die in der Kirche bleiben müssen, wurden „eingehaust“. Sie sind so vor Staub, Schmutz und Beschädigung während der Bauphase geschützt. Dieser Schutz „versteckt“ die Altäre und die Orgel bis zum Ende des letzten Bauabschnitts. Wir freuen uns schon heute auf die Zeit, in der sie wieder „ausgepackt“ werden dürfen. Einige Beispiele der Arbeiten, die in der Zeit bis zum Frühjahr 2012 ausgeführt wurden:

Rosenberger Kapelle: Stabilisierung der unzureichenden Gründung, Wiederherstellen eines standfesten Untergrundes; Wiederherstellung des statischen Gefüges der Kapelle, Schließen der bereits entstandener Risse in der Fassade und an den Gesimsen; Montage einer Schutzverglasung

Ostchor: Sanierung der Fassadenteile, der Wandpfeiler, Stützen und der Fenstereinfassungen aus Sandstein; umfangreiche, gründliche Reinigung und Reparatur beschädigter Bleiglasfenster und Fenstereinfassungen; Montage einer Schutzverglasung.

Hochaltar und alle anderen Altäre und Kunstwerke: zum Schutz erfolgte eine Einhausung bis zum Ende des vierten Bauabschnitts, Begasung zur Sanierung des Schädlingsbefalls

Kapitelsbibliothek: Sanierung der Bibliotheksräume oberhalb der Sakristei; Einrichtung einer neuen, besser organisierten Bibliothek

Sakristei: Sanierung der Sakristei; Einrichtung der Steuerung einer neuen, objektbezogenen Alarmanlage; neue Elektroinstallation (für die gesamte Kirche)

Dach und Gewölbe: Sanierung des Dachstuhls, u. a. Reparatur beschädigter Dachbalken, Ergänzung durchtrennter Dachkonstruktionsbalken; Anhebung der Dachkonstruktion, um Druck auf das innere Gewölbe zu vermeiden; Sanierung loser und lockere Teile des Gewölbes; neue Eindeckung des Daches (im zweiten Bauabschnitt: Bereich des Ostchores, Rosenberger Kapelle, Sakristei).

Bei den Arbeiten am dritten Bauabschnitt lag der Schwerpunkt auf der Sanierung der Dachkonstruktion im Mittelteil der Stadtkirche. Nachdem im zweiten und dritten Bauabschnitt mehrere Tonnen Bauschutt, die sich im Lauf der Jahrhunderte angesammelt hatten, aus dem Dachstuhl, vom Gewölbe und aus der Zwischendecke über dem Kirchenschiff entfernt waren, konnten die Schäden genauer besichtigt und fachgerecht beseitigt werden. Zimmerleute haben schadhafte Teile im Dachstuhl (zum großen Teil vor Ort) durch neues, gut abgelagertes Material ersetzt. Um die Statik des Daches zu verbessern, wurden an besonders beanspruchten Stellen auch Metallteile eingesetzt, die dabei helfen, auftretende Lasten günstiger auf die Stützpfeiler zu verteilen. Die Dachhaut im Mittelteil trägt nun neue Ziegel. Das Dach ist gegen Sturmschäden gesichert, indem jeder dritte Ziegel über Haken mit der unter der Dachhaut liegenden Lattenkonstruktion fest verbunden wurde. Außerdem wurden Schäden an den Fenstereinfassungen, den Sandsteinpfeilern und -lisenen und an den Kirchenfenstern beseitigt. Im Innenraum wurden der Chor, die Rosenbergerkapelle und der über der Sakristei liegende Raum für die Bibliothek fertiggestellt.

Im Jahr 2013 wurde die eigentliche Sanierung der  „äußeren Hülle“ Schwabacher Stadtkirche abgeschlossen.

 

Seit Beginn der Sanierungsarbeiten an der Stadtkirche sind die Balken der provisorischen Sicherung außen sichtbar. Der Giebel neigte sich stark in Richtung Rathaus. Er wurde stabilisiert, mit den Balken des Daches wieder fest verbunden. Weitere Schäden am Sandstein wurden von Steinmetzen „ausgemerzt“.

Im Fünften Bauabschnitt folgten viele Arbeiten im Innenraum, der für die Nutzung als Kirche und Kulturort nach aktuellen und  aus- und umgebaut wurde. Nach Abklärung noch offener Entscheidungen wird hier eine detailreichere Darstellung der Pläne folgen.

Leisten Sie einen Beitrag zum Erhalt der Stadtkirche. Sehr herzlich bitten wir um Ihre Spende auf eines unserer Spendenkonten:

Aktueller Spendenstand: € 961.063,46 (Stand: 02. Juli 2018)

Vielen Dank an die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger aus Schwabach und an alle, die bisher gespendet haben.

© Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schwabach-St. Martin · Initiativkreis Stadtkirche: Das Herz von Schwabach – Dir werd' ich helfen.